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Upper Siran Human and Natural Resources Development Project 2004 - 2007

Das Projekt wurde mit Verzögerung im September 2007 abgeschlossen, denn das schwere Erdbeben im Oktober 2005 erforderte eine Umplanung etlicher Aktivitäten. Rasche Hilfe für die betroffene Bevölkerung hatte Vorrang. Das Epizentrum des Bebens lag genau im Projektgebiet, brachte unsägliches Leid über die Menschen, tötete die meisten Haustiere und zerstörte 95% der gebauten Infrastruktur.

Das ursprüngliche Projektziel war es, einen Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen und zur Erhaltung der Biodiversität im Berggebiet von Siran (West-Himalaya) in der Nordwestprovinz von Pakistan zu leisten.

Durch steigenden Bevölkerungsdruck, unangepasste Landnutzungssysteme und rasch anwachsenden Brennholzbedarf sind die Nadelwälder, Weidegebiete und Ackerbauflächen in der Region zunehmend gefährdet. Wegen der Abgeschiedenheit und der schwierigen Zugänglichkeit des Projektgebietes gibt es dort kaum Entwicklungsaktivitäten. Die im Gebiet lebenden Gujars gehören zu den ärmsten und unterprivilegiertesten Bevölkerungsgruppen der Nordwestprovinz.

Zur Umsetzung der Maßnahmen wurde unser lokaler Partner, die Nichtregierungs-organisation Haashar, institutionell gestärkt und personell ausgebaut.

Durch Beratung und Training in den Gemeinden wurde die Bevölkerung in die Lage versetzt, Verantwortung für das nachhaltige Management der natürlichen Ressourcen zu übernehmen.


In den ersten Jahren gelang es, eigenständige Dorforganisationen aufzubauen, die vor Ort für die Umsetzung der Projektaktivitäten zuständig waren. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entstanden auch Frauengruppen, die von weiblichen Mitarbeiterinnen betreut wurden. Zu den Aktivitäten mit Frauenschwerpunkt gehörte die Aufklärung u. a. über Hygiene und Krankheiten sowie Schwangerschaft und Säuglingspflege.

Ein Hauptziel des Projektes war die Bekämpfung der Armut durch Einkommen schaffende Maßnahmen. Hier wurden Erfolge durch erweiterte Nutztierhaltung (z.B. Hühner), den Anbau von zusätzlichen Obst- und Gemüsesorten sowie durch die Kultivierung von Heilpflanzen erzielt.

Dafür wurden auch speziell Frauen geschult. Zur Erhöhung des landwirtschaftlichen Ertrags erhielten Bauern entsprechende Ausbildung sowie verbessertes oder neues Saatgut. Frauen wurden geschult, um sich durch Näharbeiten ein zusätzliches Einkommen zu schaffen.


Zum Schutz der natürlichen Ressourcen wurden in etlichen Dörfern Wasserleitungen gebaut, die hunderte Haushalte mit sauberem Trinkwasser versorgen. Durch den Bau einer Aufschließungsstrasse in diesem bergigen Terrain sind die abgelegenen Dörfer jetzt leichter zugänglich. Ein gemeinschaftlicher Ansparfonds in den Dörfern lukriert Mittel für notwendige Investitionen.
Viele dieser Projektaktivitäten wurden durch das Erdbeben unterbrochen und konnten erst Ende 2006 wieder aufgenommen werden. Der Partner Haashar entwickelte sich durch diese Katastrophenhilfe zu einer großen Organisation mit 80 Mitarbeitern und leistete schnelle Hilfe beim Wiederaufbau. So war es in der Projektregion durch die gute Unterstützung möglich, dass Menschen in den Dörfern bleiben konnten und nicht wie viele andere in die staatlichen Flüchtlingslager ziehen mussten. Viele Lager sind bis heute überfüllt. Nachdem auch durch andere Geldgeber und ein weiteres Hilfsprojekt der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit zusätzliche Mittel zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt wurden, konnte das Leben in den der Dörfern zumindest auf einem Minimalniveau wiederhergestellt werden.

 

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